1912
besichtigte Paul Steiner die Grabkammer.
1920
lagen Skizzen der Grabkammer vor, die vermutlich von
Paul Steiner angefertigt wurden.
1924
wurde die Grabkammer ohne Grabungen detailliert von D.
Krencker aufgenommen. Er fertigte einen Grundriß, einen
Aufriß von Norden, Süden und Osten und eine Isometrie
der Nord-Ostwände. Ferner beschreibt er den
vorgefundenen Bestand und Zustand und analysiert das
dargestellte Motiv der Wandmalerei.
Restaurierungsgeschichte
1973/74
stellt das Landesamt für Vor- und Frühgeschichte in
Koblenz umfangreiche Untersuchungen an. GEISSLER
berichtet, daß der sich über der Grabkammer befindende
verwachsene Steinhaufen abgetragen wurde. Der kleine
Schacht, durch den die Grabkammer bis dahin betretbar
war, wurde analog der Türöffnung verbreitert. Bei der
Ausgrabung stieß man auf eine zweite Grabkammer, die
angeblich in Größe und Art der bereits bekannten
gleicht.
Es
wurde sich für eine Rekonstruktion der Grabtempel
entschieden. Das Landesamt für Denkmalpflege hat die
überwiegenden Kosten der Maßnahme finanziert.
November
1975
Einweihung von Bau I.
September
1976
Einweihung von Bau II
Oktober
1976
säubern
der erhaltenen Malerei in Grabkammer I von Mitarbeitern
des Archäologischen Amtes in Koblenz. Im Zuge dieser
Maßnahmen wurden die roten "Kritzeleien"
reduziert.
1977
Im Zuge von Drainagearbeiten wurden die letzten Reste
der römischen, in Hangneigung verlegten
Tuffsteintraufrinne zerstört, die das vom Ziegeldach
laufende Wasser ableitete.
Beide bergseitigen Cellarückwände wurden angeblich mit
einer unter die Fundamentsohle reichenden
Betonisolierung von dem Hangwasser abgeschottet.
1978
wird
im Januar ein Gutachten der Wandmalereien in dem Grabmal
von Nehren von Prof. A. Knoepfli, Dr. A. Arnold und O.
Emmenegger erstellt.
Darin werden zunächst Angaben zu der allgemeinen
Situation gemacht, um dann auf den Aufbau des Grabmals,
die Rekonstruktionen, die Wandmalereien einzugehen und
ein Sanierungs- und Konser-vierungskonzept
vorzulegen.
Im
Februar 1978
wurde von dem Archäologischen Amt für Denkmalpflege
Rheinland-Pfalz, Außenstelle Koblenz ein Hangschnitt in
der Cella der Grabkammer I
durchgeführt.
Im
November 1978 wurden
Putzsicherungen an den Wandmalereien durch den
Restaurator Peter Rau, Ulm-Wiblingen durchgeführt.
"Sämtliche Lockerstellen und Hohlstellen des originalen
Kalkputzes wurden mit Haftbrücken aus Sumpfkalkputz
stabilisiert. (Verwendetes Putzgemisch holzgebrannter
Sumpfkalk und gewaschener Flußsand)."
Im
Dezember 1978 wird von Klemens WILHELMI
ein Apell zur Erhaltung der römischen Fresken verfaßt.
Darin beklagt er das geringe Interesse an den Malereien,
was sich weder publizistisch noch finanziell
niederschlägt. Die denkmalpflegerische wie
wissenschaftliche Außergewöhnlichkeit der Malereien sind
zwar erkannt worden, jedoch konnten weder die Grabungen
noch die bereits durchgeführten Sanierungsversuche
wirkungsvolle Schutzmaßnahmen für diese außergewöhnliche
Malerei erzielen.
1978
wurde mit einem langen tiefen Schnitt durch die Cella
eine Freilegung der Kammerwände versucht, um die Wege
des Sickerwassers festzustellen. Daraus ergab sich eine
Sicherung der West- und Nordfront der Kammer selbst, die
1978 durchgeführt wurde.
"1979 wurde der
Boden der Cella und der Vorhalle aufgenommen und eine
ausreichend dicke Isolierschicht wurde eingebracht,
bevor der Plattenbelag wieder verlegt wurde."
Im
März 1979
wurde in monatlichem Abstand ein in der Kammer
befindlicher Hydrograph abgelesen und die Kurven über
die Luftfeuchtigkeit verglichen.
Im
Mai 1979
wurde die gesamte Kammer I photogrammetrisch vermessen
und auf Grund dieser Aufnahmen wurde eine exakte,
entzerrte Zeichnung der Ausmalung angefertigt.
1980
erfolgt ein kurzes Resümee der geleisteten Arbeiten von
dem Leiter der Abteilung Bodendenkmalpflege Außenstelle
Koblenz, Herrn Fehr an die Verbandsgemeinde-verwaltung
Cochem. In seinem Schreiben verweist Fehr auf die
bereits wieder eindringende Feuchtigkeit, er befürchtet
eine Isolierung auf der Westseite.
1986
wurde wenig hangabwärts der Grabkammer I eine
archäologische Untersuchung des sich dort befindlichen
Steinhaufens durchgeführt. Die Untersuchung ergab, daß
es sich bei dem Steinhaufen bzw. dem Schutthaufen um
Versturz der inzwischen rekonstruierten Grabkammer I
handelt.
1999
Reparatur der verstopften und herabgerissenen Dachrinnen
und Instandsetzung der Wasserableitung aus der
Cellavorhalle.